Dasselfliegen – im Sommer eine Gefahr für Pferde

Bild: Fritz Geller-Grimm

Bild: Fritz Geller-Grimm

Jetzt im Juni beginnt wieder die gefährliche Zeit für alle Pferde, denn bis September muss man nun acht geben auf Dasselfliegen. Diese Tierchen können bis zu 18 mm groß werden und sind leicht zu erkennen. Sie sind dicht behaart, braun und sehr flink. So gelangen sie auch schnell an oder in den Körper des Pferdes. Pferde reagieren auf das Summen von Dasselfliegen meist sehr empfindlich und werden unruhig. Darauf sollten Sie also unbedingt achten. Schon während des Anflugs setzen die Fliegen ihre Eier ab. Dagegen kann man also fast nichts machen. Beim Lecken an den befallenen Stellen gelangen diese Eier ins Maul des Pferdes und durchs Kauen und Schlucken in den Magen mit z.T. gravierenden Folgen. Denn die parasitierenden Larven sind fürs Pferd am gefährlichsten.

So erkennen Sie, dass Ihr Pferd durch Dasselfliegen in Gefahr ist!

Als erstes, beobachten Sie Ihr Pferd oder Ihre Pferde jetzt öfter und schauen Sie auf Verhaltensauffälligkeiten. Suchen Sie möglichst regelmäßig die Vorderbeine, Flanken und Schultern nach Eiern ab. Schauen Sie im Sommer auch öfter dem Pferd ins Maul. Verstecken sich dort Larven, kann der Gaumen geschwollen, oder die Zunge entzündet sein. Dann hat das Pferd auch Kau- und Schluckbeschwerden und frisst deshalb schlecht. Sollte Ihr Pferd unter Koliken, Durchfall, Abmagerung und wechselndem Appetit leiden, dann kann das ein Zeichen dafür sein, dass die Dasselfliegen bereits im Magen sind. Fohlen leiden meist an Entwicklungsstörungen und bauen in der Widerstandskraft ab.

Maßnahmen, wenn das Pferd schon von Dasselfliegen befallen ist!

Eine Wurmkur ist hier immer die erste Wahl. Diese gibt man in der Zeit von Oktober bis Dezember, also im Herbst. Ist das Tier von Magendasseln befallen, geben Sie in Absprache mit dem Tierarzt makrozyklische Laktone. Diese sind z.B. in Ivomec enthalten. Eine Kombination aus Praziquantel (z. B. Equimax) und Ivermectin bekämpft zusätzlich Rund- und Bandwürmer. Am besten ist es, bei der jährlichen Entwurmung immer die Wirkstoffgruppen zu ändern, dann besteht weniger Gefahr, dass die Parasiten resistent sind. Am besten behandeln Sie immer alle Pferde im Stall, um eine Neuinfektion im nächsten Sommer zu vermeiden und das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten. Damit es gar nicht zu einem Befall im Pferd kommt ist es lohneswert die im Haarkleid anhaftenden Eier der Dasselfliegen zu entfernen. Dafür nutzen Sie am besten einen speziellen Nissenkamm. Oberstes Gebot ist es auch, die Weiden frei von Pferdekot zu halten.

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