Was ist dran am Pferdeflüsterer?

horse-66723_640An dem Begriff Pferdeflüsterer scheiden sich die Geister. Gedacht wird dabei meist an den bekanntesten Pferdeflüsterer Monty Roberts aus den USA. Für die einen ist er ein Scharlatan und Blender. Andere halten ihn für den Pferdemenschen überhaupt. Dabei treffen beide Meinungen nicht so recht den Kern. Unbestritten sind seine Verdienste. Durch ihn hat sich auch in Europa der Umgang und die Arbeit mit Pferden verbessert.

Monty Roberts hat den Begriff Pferdeflüsterer jedoch nicht geprägt, denn dieser ist schon viel älter und stammt aus dem 19. Jahrhundert. Die Überlieferung sagt, das damals ein Pferdemann von weitem bei seiner Arbeit beobachtet wurde. Dabei beugte er sich über das Pferd und flüsterte ihm scheinbar etwas ins Ohr.
Heute bezeichnet man als Pferdeflüsterer Menschen, die sich besonders gut auf den Umgang mit Pferden verstehen. Einfühlungsvermögen und eine besondere Beobachtungsgabe sind dafür unverzichtbar. Die Pferdesprache beruht, wie bei vielen anderen Tieren auch, auf Gesten und diese muss man kennen, um mit den Tieren in Kontakt zu treten.

Ein Pferdeflüsterer versteht sich also auf die nonverable Kommunikation mit seinem Pferd. Das Flüstern ist also eine Art des Sprechens ohne wirklich etwas zu sagen. Es ist fast schon eine Art Gedankenübertragung, möglichst fein, ohne große Körpersprache. Nur so kommt eine partnerschaftliche Beziehung zustande.
Pferde senden uns fast immer irgendwelche Signale. Der aufmerksame und feinfühlige Reiter vesteht sie und kann darauf antworten. Tut er dies nicht, besinnt sich das Pferd darauf, was es in freier Natur tun würde. Dies ist beispielsweise bei Angst Flucht. Versteht ein Reiter dies nicht, kommt es zu Missverständnissen und Unfällen.

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